Wie gut, dass ich auf die Idee kam, ihn zu fragen, obwohl ich ehrlich gesagt mit einer negativen Antwort gerechnet habe: „Und Sie, Ljonja [Kurzform des Vornamens Leonid – Anm.d.Hrsg.], wurden nicht in den Verband Bildender Künstler aufgenommen?" Wie sich herausstellte, hat man ihn doch in den Verband Bildender Künstler der UdSSR aufgenommen, und zwar 1970. Wie sehr musste er sich mit seinem Talent und seiner Arbeit hervorgehoben haben, dass man einen wie Mezheritski, der nicht wendig genug, aber kompromisslos und unbequem war, in jenen Zeiten in diesen Verband aufnahm! Bella Kerdmann, Journalistin. Veröffentlicht: Zeitung „Vesti“, Tel Aviv, Nr. 36 vom 27. April 2006
Wie die herausragende Malerin Dina Michailowna Frumina [Leonid Mezheritski war einst ihr Schüler] auf der Vernissage sagte, ist die Ausstellung der Arbeiten dieser Meister ein seltenes Ereignis, denn beide Künstler litten an übersteigerter Selbstkritik und Bescheidenheit. Aus diesem Grund hätten die Odessaer nur selten die Möglichkeit, sich an den schönen Porträts, Landschaften und Stillleben von Mezheritski und Morozov zu ergötzen. „Zwei Brüder laden ein …“. Veröffentlicht: Zeitung „Or Sameach“, Odessa, Nr. 56 vom 9. Juli 1997
– Sagen Sie, Leonid, gab es krisenhafte Momente, und änderte sich dadurch Ihre Malweise, Ihre Technik?
– Wie ich bereits erwähnt habe, ist das Wichtigste für mich, Harmonie zu rekonstruieren. Oft habe ich die Genres gewechselt, aber ob ich nun Stillleben oder Landschaften gemalt habe – mein Hauptinteresse lag stets im Porträt. Dabei schwebte mir immer irgendeine Erscheinung vor. Nein, nicht nur eine einzige, meine ständige „Saskia“ habe ich nicht. Und welche Technik ich bevorzuge? Schon vor langer Zeit wurde Ölmalerei zu meiner Gewohnheit. …das ermöglicht mir, lange an den Werken zu arbeiten, da Ölfarbe sehr langsam trocknet. So kann ich immer wieder etwas hinzufügen oder im Gegenteil wegnehmen und sogar ändern. Das ist für das künstlerische Schaffen von unschätzbarem Wert. Ein Künstler ist ja selten mit sich zufrieden.
Raissa Burlina. „Inspiration ist nicht verkäuflich…“
Veröffentlicht: Zeitung „Nowosti Karmielja“, Karmiel, Nr. 320 vom 17. Februar 2000
In der Ausstellung werden Werke ukrainischer Meister aus der Mitte des 20. Jahrhunderts gezeigt, die Odessa zu weltweitem Ruhm verhalfen… Sie bauten das künstlerische Leben der Stadt und des Landes auf. An ihrem Schaffen – ihrer Meisterleistung und Kraft – richten sich die Ideen der Gegenwart aus. Annonce einer Gemäldeausstellung u.a. mit Werken von L. Mezheritski im Rahmen des Festivals der Künste „Belaja Akazija“ im Odessaer Kunstmuseum 9. bis 21. Juni 2010 Veröffentlicht: Internet-Portal „Wse Odesskije Nowosti“
Im gleichen Studiengang mit ihm [Yosef Ostrovski – Anm. d. Hrsg.] waren Studenten, deren Namen später in die Geschichte der Odessaer Kunstschule eingingen: Lev Mezhberg, Gennadi Malyshev, Leonid Mezheritski, Andrei Bassanets und Eduard Pavlov… Ihre Lehrer waren in den ersten beiden Kursen Ljubov Josifovna Tokareva-Alexandrovich, ab dem dritten Kurs dann Dina Michailowna Frumina. … Der Jahrgang … bestand die Studienzeit spielend. Sie gingen nicht an die Akademien und Hochschulen; ihre Schule der Malerei wurde Odessa mit seinen Museen und Traditionen.
Yevgeny Golubovski. „Biblische Weisheit von Yosef Ostrovski“.
Veröffentlicht: Website der TV-Nachrichtenagentur „Vikna-Odesa“
Kurz vor ihrer Abreise aus Odessa hat mich ihre Lehrerin, die Malerin Dina Michailowna Frumina, mit ihnen bekannt gemacht. Ich war im Haus von Leonid Jakowlewitsch Mezheritski und Eduard Nikolaiewitsch Morozov, sah ihre Arbeiten und kann nur bestätigen: Sie sind echte Maler! Wie bedauerlich, dass die Odessaer Ihre Bilder nicht mehr zu sehen bekommen.
Alexander Chatsky. „Die Replik“.
Veröffentlicht: Zeitung „Tikva“ – „Or Sameach“, Odessa, Nr. 25 vom 21. Juni 2006
…der Maler begann in der Odessaer Kunstschule. Die herausragende Malerin und Pädagogin Dina Michailowna Frumina erzählte mir im Gespräch, dass die akademische Bildungseinrichtung streng und anspruchsvoll war. Die Studenten wurden in den künstlerischen Fächern ausgezeichnet unterrichtet. Mezheritski war einer ihrer talentiertesten Schüler. Er erledigte die ihm gestellten Aufgaben mit großem Erfolg. Darüber hinaus arbeitete er selbstständig und schuf Ölstudien von der Natur, die sich durch großes malerisches Können und künstlerische Ausgewogenheit auszeichnen. … Nach Fruminas Ansicht nimmt in Leonids Werk die Landschaftsmalerei eine besondere Stellung ein, obgleich er in der Porträtmalerei ebenso große Kunstfertigkeit zeigte und sich als subtiler Psychologe entpuppte.
Vitali Bessmertny. „Der Maler Leonid Mezheritski“. 2005
Zu ihren Schülern [D.M. Fruminas – Anm. d. Hrsg.], die große Bekanntheit erlangten, zählen, neben den bereits erwähnten L. Mezhberg und A. Freidin, auch S. Sychyov, M. Ivnitski, Y. Ostrovski, L. Mezheritski (Israel), die Professoren der Petersburger und Kiewer Akademien der Künste G. Gizha und A. Bassanets und viele andere mehr. … Sie selbst war eine dankbare Schülerin, die alles, was sie wahrnahm, transformierte und dabei ihre eigenen künstlerischen Fertigkeiten fand. Ich war schon immer der Meinung, dass die bemerkenswerten Kunstwerke tief im Boden der Kultur verwurzelt sind.
Ilja Rejdermann. „Leises Licht“.
Veröffentlicht: Internet - Ausgabe „Wsemirnyje Odesskije Nowosti“
Zu Ende des vergangenen und Anfang dieses Jahres mussten wir unwiederbringliche Verluste erleiden… Wie durch einen bösen Zufall bestimmt, sind drei Odessaer Maler, die der Schule der hervorragenden Meisterin Dina Michailowna Frumina angehörten, aus dem Leben geschieden: die Kommilitonen Lev Mezhberg, Michail Matusevich, Leonid Mezheritski. Sie hinterließen Werke mit den Felsen von Lanzheron, Akazien in Moldawanka sowie Porträts von Freunden.
„Von der Redaktion“.
Veröffentlicht: Almanach Deribassowskaja – Rischeliewskaja“, Odessa, Nr. 32, 2008





